Schießsportgruppe

Chronik

Schießsportabteilung Ostenland

der St. Joseph Schützenbruderschaft e.V.

1960   –   2000

Die Ostenländer Schießsportabteilung ist eine lebendige Gemeinschaft, in der Kameradschaft und Brauchtum gepflegt wird. Sie wird in allen Bereichen vom Vorstand der St. Joseph-Schützenbruderschaft unterstützt.

Unsere Schießsportler nahmen bereits erstmals 1957 am Gladwyn-Pokalschießen um den vom britischen Kommandanten Oberst Gladwyn gestifteten Wanderpokal unter den fünf dem Truppenübungsplatz benachbarten Senne-Bruderschaften teil. Hierdurch wurde das Interesse am Schießsport in unserer Bruderschaft derart geweckt, daß der Schießbetrieb am 30.08.1960 offiziell aufgenommen werden konnte. Als erster Schießmeister wurde Heinrich Brökling gewählt.

Wir starteten im Hause Fortströer auf einer Schießbahn. An den ersten Bruderschafts-Vergleichswettkämpfen des Bezirks Paderborn-Nord konnten wir bereits teilnehmen, der erste Wettkampf fand Anfang 1962 gegen die Schießsportfreunde aus Sande statt.

Zwei Jahre später wurde die Anlage um eine weitere Schießbahn erweitert und 1965 standen bereits vier Schießbahnen zur Verfügung. Auch wurde das Interesse bei den Jugendlichen geweckt, was schließlich 1970 zur Gründung der Jungschützenabteilung führte. Dies hatte zur Folge, daß die Schießanlage um weitere zwei Schießbahnen erweitert werden mußte. Mit der Weiterentwicklung der Technik kam auch bei uns der Wunsch auf, unseren Schießstand zu modernisieren. Diesen Wunsch konnten wir uns 1988 erfüllen. Unser Schießstand wurde auf neun Schießbahnen erweitert und mit elektrisch betriebenen Zuganlagen ausgerüstet. Die erforderlichen Umbaumaßnahmen waren nur möglich mit der Unterstützung der Familie Fortströer, die ihr eigenes Gebäude auf eigene Kosten erweiterte, der Schützenbruderschaft durch Bereitstellung finanzieller Mittel und nicht zuletzt durch die umfangreichen Eigenleistungen der Schießsportler unserer Bruderschaft. Die Einweihung fand am 17.04.1988 statt, gleichzeitig mit der Siegerehrung für das erstmals durchgeführte Stadtpokalschießen aller Schießsportabteilungen im Stadtgebiet Delbrück.

Nachdem wir im Jahre 1962 die ersten Vergleichs-Wettkämpfe mit einer Luftgewehrmannschaft aufgenommen hatten, konnten wir uns im Laufe der Zeit kontinuierlich erweitern. Jeweils eine weitere Schützen-Mannschaft folgte 1968 und 1969. Mit der Gründung der Jungschützenabteilung 1970 erweiterte sich die Schießsportabteilung um zwei Jugendmannschaften. Im Jahre 1985, unserem 25. Jubiläumsjahr, nahmen wir mit vier Luftgewehr-, einer Kleinkaliber- und einer Luftpistolenmannschaft an den jeweiligen Rundenwettkämpfen teil. Im Jahre 1986 traten die ersten Damen der Schießsportabteilung bei, was zur Anmeldung der ersten Damenmannschaft für die Rundenwettkampf-Saison 1988/1989 führte. Heute nimmt unsere Schießsportabteilung, die z.Zt. aus 85 Mitgliedern besteht, im Luftgewehrbereich mit sieben Schützen-, drei Damen-, zwei Jugend- einer Schüler- und einer Pistolenmannschaft an den Rundenwettkämpfen teil.

Auch wird die Kameradschaft zu befreundeten Schießsportlern gepflegt, sei es bei Freundschaftsvergleichsschießen zur Vorbereitung auf die jeweils neue Saison oder auch um Pokalehren bei diversen Schieß-Wettkämpfen.

Um in Zukunft ein reibungsloses Auswerten der Schießergebnisse zu gewährleisten, wurde im Jahre 1999 mit finanzieller Unterstützung der St. Joseph-Schützenbruderschaft, der Kompanien und der Jungschützen-Abteilung ein vollautomatisches Scheibenauswertegerät angeschafft.

Auch wird innerhalb der Schützenbruderschaft rege am Schießsport teilgenommen, sei es an den Kompaniepokal-, dem Königspokal-, dem Kaiserinpokal- oder dem Brautmeier-Pokalschießen. Hier stellen auch die „Nichtaktiven“ Schützenbrüder ihr Können regelmäßig unter Beweis.

Geführt wurde die Schießsportabteilung bisher vom ersten Schießmeister Heinrich Brökling von 1960-1963, ihm folgte Georg Witte, der das Amt von 1963-1984 ausübte, Nachfolger wurde sein Sohn Franz-Josef Witte von 1984-1993. Erstmals wurde, da die Schießsportabteilung enorm angewachsen war, im Jahre 1990 ein Stellvertreter gewählt. Diese Aufgabe nahm Meinolf Fleitmann bis 1993 wahr. Im Jahre 1993 wurde dann Meinolf Fleitmann zum Schießmeister gewählt, die Aufgaben des Stellvertreters wurden Norbert Wiesing übertragen.

Die Schießanlage befindet sich seit der Gründung im Hause Fortströer, Gaststätte „Zur Mühlensenne“, Mühlensenner Straße 62.

Der Schießsport ist aus der Ostenländer Schützenbruderschaft nicht mehr wegzudenken; er muß frohes Spiel bleiben; Entspannung und Erholung bedeuten und in den Wettkämpfen die Kameradschaft und Freundschaft unter den einzelnen Schießsportfreunden fördern.